Beschreibung der Musikrichtung


Was Ihr hier auf dieser Seite findet, ist mein Versuch, meine Musikrichtung mit Worten zu beschreiben. Nicht einfach, und wahrscheinlich nie so aussagekräftig wie die Musik an sich. Nachdem ich aber aus rechtlichen Gründen nicht einfach Musik anbieten kann, bleibt mir nur der sprachliche Ansatz. Viel Spass beim Lesen!

WARNING: CONSTANTLY UNDER CONSTRUCTION




Prinzipiell nennt man die Musikrichtung, in der ich mich hauptsächlich bewege, noch immer "Trance". Nachdem sich aber der Bereich "Trance" in den vergangen Jahren immer mehr ausgebreitet hat und zwischenzeitlich auch einen erstaunlichen Bekanntheitsgrad erreicht hat, ist diese Kategorisierung aufgrund der dadurch entstandenen Vielfalt für meine Begriffe nicht mehr ausreichend.
Aus den genannten Gründen tauchen auch immer wieder neue Unterkategorien im Bereich Trance auf - da deren Definitionen in den meisten Fällen aber mindestens genauso schwammig wie unbekannt sind, möchte ich auf dieser Seite versuchen meine eigene Definition zu finden. Dieser Teil der Homepage wird wahrscheinlich - genauso wie ich - immer in Bewegung sein.
Unterstützend habe ich auch den Bereich "Musikalische Grundlage" eingerichtet - dort könnt Ihr versuchen, Euch anhand von meiner Meinung nach besonders beeindruckenden Tracks ein Bild über mich zu machen.
In den vergangenen Jahren habe ich viel Musik gehört und einige Stilrichtungen kennengelernt. Das ist nichts, womit ich gerne angebe - ich bin mir bewusst, dass es dort draussen noch viel zu hören gibt. Ich will Euch nur kurz mit meiner "Entstehungsgeschichte" erheitern. Diejenigen, die meine Biographie gelesen haben, werden Teile hiervon wiedererkennen - dennoch lohnt sich das Lesen, denn schliesslich versuche ich hier die ganze Geschichte mal aus musikalischer Sicht zu betrachten.
Angefangen hat meine musikalische Entwicklung etwa im Jahre 1995. Damals hatte ich die Gelegenheit, über eine damals gerade abflauende Welle der Techno-Musik in die ersten Schichten der elektronischen Musik einzutauchen. Namen wie "Perplexer" oder "RMB" waren damals meine ersten wirklichen Einflüsse. Viele der damals aktuellen Interpreten tauchten übrigens vor kurzem erst wieder in den Charts auf - wobei ich feststellen musste, dass die Kreativität wohl mit dem Alter nachlässt...
Nachdem die bereits erwähnte Techno-Welle aber Ihr unumgängliches Ende genommen hatte wurde aus allen, die wie ich nicht von diesem Stil losgelassen wurden, eine Art "Untergrund-Bewegung". An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich eigentlich immer das Gefühl hatte auf der absoluten Tiefe der Bewegung angelangt zu sein. Doch meistens musste ich kurze Zeit später feststellen, dass es da immer noch eine tiefere Schicht gibt, in die es sich lohnt, vorzudringen. Ohne es zu wissen, bin ich mir trotzdem ziemlich sicher, dass dies auch für meine jetzige Situation gilt...
Über die Jahre hinweg lernte ich verschiedene Ausprägungen von elektronischer Musik kennen - mich selbst hat dabei die Richtung "Trance" am meisten fasziniert. Leider hatte ich lange Zeit keine wirklichen Quellen für gute Musik aus diesem Bereich - doch das änderte sich schlagartig, als ich über Freunde zum ersten Mal von einer Sendung namens "K.O.-Radio" auf Gong 96,3 hörte. DJ L.X.R. moderierte - später zusammen mit djlauder - jeden Samstag diese Sendung rund um den Münchner "Kunstpark Ost" und lieferte mir damit auch regelmässig frische Musik.
Es ist wohl auch kaum verwunderlich, dass ich meine ersten eigenen Schritte in puncto Auflegen dann auch in genau dieser Richtung machte. Leider gibt es nicht viele verbliebene Zeugnisse meiner damaligen Gehversuche - es bewahrheitet sich aber auch hier wieder ein altes Sprichwort: Aller Anfang ist schwer.
In den kommenden Jahren lernte ich dann verschiedene grosse Namen wie "Paul van Dyk", "Tiësto" oder "Paul Oakenfold" und deren jeweiligen Stil kennen. Viele davon haben natürlich auch bei mir ihre Spuren hinterlassen. In diesem Bereich der elektronischen Musik, den ich gerne als "Balearic Trance" bezeichne (die Bezeichnung stammt von einer berühmten Balearen-Insel, auf der Jahr für Jahr die grössten Feste dieser Szene gefeiert werden) bin ich selbst auch heute noch gerne unterwegs.
In der vergangenen Zeit hat mich aber ein weiterer Stil, den ich über ein paar hierzulande weniger bekannte Namen wie "Sasha & John Digweed" und "Gabriel & Dresden" kennenlernte, immer mehr fasziniert. Diese Art von Musik ist hierzulande nur schwach verbreitet und es gestaltet sich daher schwierig, selbst solche Musik aufzulegen. Noch schwieriger ist es aber, einen Namen für diesen Stil zu finden.
Um Euch diesen Stil ein wenig näher zu bringen, möchte ich gerne versuchen, das ganze mit Worten zu umschreiben - doch bevor ich loslege, ein kleines, treffendes Zitat, das ich einmal in einem Interview gelesen habe:
"The sound [...] is too trancey to be house and too housey to be trance."
Josh Gabriel ("Gabriel & Dresden") in einem Interview mit Sonic Control
Dieses Zitat lässt sich auf meine inzwischen bevorzugte Art von Musik anwenden. Um ehrlich zu sein, ist das die beste Art, diese Musik zu beschreiben - denn man kann sie in den meisten Fällen nicht mehr eindeutig zuordnen. Doch es ist genau diese Mischung, die diese Musik so interessant macht. Besonders beeindruckt haben mich bei allen meinen vergangenen musikalischen Erlebnissen insbesondere lange Breaks mit harmonischen Melodien, die aber in den meisten Ausprägungen elektronischer Musik so etwas wie "verpöhnt" sind. Verständlich, schliesslich ist diese Musik vor allem zum Tanzen gedacht. Wird die Melodie jedoch mit den für diese Musikrichtung typischen Beats hinterlegt, so übertönen diese meistens die Harmonien.
Was mich hingegen an House-Musik bisher immer am meisten faszinierte, war der stark ausgeprägte Rhythmus. Im Gegensatz zu vielen anderen Musikrichtungen wird hier gerne eine Vielzahl von Percussion-Instrumenten verwendet. Des weiteren wird nur in wenigen anderen Bereichen der elektronischen Musik versucht, einen derart abwechslungsreichen Rhythmus zu realisieren.
In meinem Fall liegt daher wohl nichts näher, als zu versuchen, diese beiden Vorzüge in eine Stilrichtung zusammenzuführen. Die Kombination bietet dabei noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die rhythmischen Elemente der House-Musik sind weniger prägnant und überdecken daher die Melodieanteile merklich geringer - das bietet eine deutlich bessere Entfaltungsmöglichkeit für komplexe Harmonien.

To be continued...